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Verbandsliga 2016/17 Rde. 3:
Enge Kiste: Königsspringer setzen sich knapp gegen Kierspe durch

Es war ein zähes Ringen und an den meisten Brettern ein hartes Stück Arbeit, doch letztlich behielt unsere Erste gegen die Gäste aus Kierspe mit 5:3 die Oberhand.


Der Aufsteiger aus der Verbandsklasse Süd trat in Bestbesetzung an, während bei uns Maik und Holger ersetzt werden mussten. Dies wurde durch Tim und Bernd erledigt, wobei Bernd überraschend leichtes Spiel hatte, schnell klar besser stand und im Endspiel nur wenig Mühe hatte, seine zwei verbundenen Freibauern erfolgreich zu verwerten.

Tim hingegen zog den Kürzeren, nachdem er viel Bedenkzeit investiert hatte, um eine komplizierte Stellung richtig zu behandeln. Seine Figuren harmonierten jedoch nicht gut zusammen, standen abseits und überließen dem gegnerischen Läuferpaar das Feld.

Auch Georg hat einen „gebrauchten“ Tag erwischt. Er stand passiv, fühlte sich unbehaglich und konnte „mit der Stellung einfach nichts anfangen“ (Zitat von ihm selbst). Man konnte nur mitleidig zusehen, wie seine Königsstellung mit jedem Zug weiter zerbröckelte und schließlich ganz zerfiel.

Ralf war aber als Erster fertig. Er konnte trotz eines Minusbauern remisieren, da sich nur noch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett befanden.

Einen weiteren halben Punkt steuerte Tom bei, der in einer sehr kniffligen Position mit jeweils weit vorgerückten Freibauern nicht den richtigen Gewinnweg fand. In der nachträglichen Analyse war der Plan schnell gefunden, doch unter dem Druck der Turnierpartie traf er die falsche Entscheidung und vergab einen möglichen Sieg.

Michael hingegen hat sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Gradlinig, druckvoll und überzeugend entfachte er einen Königsangriff, der nur schwer abzuwehren war. Mit ansehnlichem Materialvorteil ging es in ein für den Kiersper hoffnungsloses Endspiel.

Peter spielte die längste Partie und musste geduldig „prokeln“, bevor sich seine stets aktivere Stellung bezahlt machte. Sein Gegner leistete in Anbetracht des nominellen Unterschieds in der Spielstärke erstaunlich hartnäckigen Widerstand und setzte auch immer wieder Nadelstiche. Peter drängte den Schwarzspieler jedoch in eine fast schon paralysierte Position und eroberte auf der Grundreihe schließlich die Dame, wodurch die Partie natürlich sofort beendet war.

In glänzender Spiellaune präsentierte sich Rolf. Im hochspannenden Mittelspiel wurde heftig um das Zentrum gerungen. Der Kiersper hatte einen mächtigen Springer auf e5 postiert und Rolf musste zusehen, wie er seinen weißfeldrigen Läufer zur Geltung bringt. Außerdem drohte Weiß nach einem Damenausfall nach h5 schon erstmals Matt. Doch letztlich erwies sich der Ausflug als verfrüht, denn mit einem Bauernvorstoß wurde eine Linie auf dem Königsflügel für die schwarzen Türme gefährlich geöffnet. Schließlich konnte Dirk Holler nicht mehr verhindern, dass einer dieser Türme auf der g-Linie Dame und König „aufspießte“ und nicht nur viel Material verloren ging, sondern das Matt nicht mehr zu verhindern war.

Wir haben nun bereits 5 Punkte gesammelt, doch die ganz schweren Brocken (Halver, Hemer, Weidenau und natürlich Sundern) stehen noch bevor, so dass der dritte Tabellenplatz sicherlich nur eine schöne Momentaufnahme sein dürfte.